← Community

Zusammenarbeit mit marginalisierten Gruppen im Infektionsschutz

5. Juni 2026

Kategorie: community

Datum: 2026-06-05

Quelle: RKI HIV/STI

Primärquelle: nicht gefunden

Link: https://www.rki.de/DE/Themen/Gesundheit-und-Gesellschaft/Gesundheitliche-Einflussfaktoren-A-Z/F/Flucht-Gesundheit/Marginalisierte_Gruppen.html

Kurzfassung:

Das RKI gibt Leitlinien für Gesundheitsbehörden heraus, um die Zusammenarbeit mit benachteiligten Bevölkerungsgruppen zu verbessern. Ziel ist es, durch diskriminierungsfreie Kommunikation und die Einbeziehung der Betroffenen den Infektionsschutz effektiver zu gestalten. So sollen Barrieren beim Zugang zu Informationen und medizinischer Versorgung abgebaut werden. Dies soll verhindern, dass Menschen durch Maßnahmen wie Quarantäne zusätzlich in prekäre Lebenslagen geraten.

Warum ist das wichtig für Menschen mit HIV?

Für Menschen mit HIV ist dies wichtig, da soziale Benachteiligung und Diskriminierung den Zugang zu medizinischer Versorgung und Informationen erschweren können. Ein effektiver Infektionsschutz gelingt nur, wenn alle Menschen – unabhängig von ihrem Status – sicher erreicht werden und sich durch Maßnahmen nicht stigmatisiert fühlen.

Details:

Das RKI betont, dass die Wirksamkeit von Maßnahmen maßgeblich von der Mitwirkung der Bevölkerung abhängt. Erfahrungen aus der COVID-19-Pandemie zeigen, dass Menschen mit einem niedrigen sozioökonomischen Status (z. B. durch prekäre Arbeit oder beengte Wohnverhältnisse) ein höheres Infektionsrisiko haben. Das RKI warnt davor, Ausbrüche fälschlicherweise mit der ethnischen Herkunft zu verknüpfen (Ethnisierung), da dies das Vertrauen in Behörden zerstört und die eigentlichen Ursachen – wie Armut oder schlechte Arbeitsbedingungen – aus dem Blick verliert. Empfohlen werden eine mehrsprachige Kommunikation, die Nutzung von Schlüsselpersonen aus den Communities sowie die Berücksichtigung sozialer Unterstützungsbedarfe bei Quarantäne- oder Isolationsmaßnahmen.

Was ist noch unklar?

Bei den vorliegenden Informationen handelt es sich um Handlungsempfehlungen für Behörden, nicht um eine klinische Studie. Die Wirksamkeit der vorgeschlagenen Maßnahmen hängt stark von der individuellen Umsetzung durch die lokalen Gesundheitsämter ab.

Begriffe kurz erklärt:

Marginalisierung: Gesellschaftliche Ausgrenzung bestimmter Gruppen, wodurch der Zugang zu Ressourcen und Teilhabe erschwert wird.

* Sozioökonomischer Status (SES): Die soziale Stellung einer Person, bestimmt durch Bildung, Einkommen und Beruf.

* Ethnisierung/Kulturalisierung: Die Tendenz, gesundheitliche Probleme fälschlicherweise auf die Kultur oder Herkunft zurückzuführen, statt auf soziale Lebensumstände.

* Soziale Determinanten der Gesundheit: Die Lebensbedingungen (z. B. Wohnsituation, Einkommen, Bildung), die einen direkten Einfluss auf die Gesundheit haben.

Quellen:

- Primärquelle: nicht gefunden

- https://www.rki.de/DE/Themen/Gesundheit-und-Gesellschaft/Gesundheitliche-Einflussfaktoren-A-Z/F/Flucht-Gesundheit/Marginalisierte_Gruppen.html

- https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/?term=Kontakt%C2%ADaufnahme+und+Zu%C2%ADsammen%C2%ADarbeit+mit+margi%C2%ADnalisierten+Be%C2%ADv%C3%B6lkerungs%C2%ADgruppen+im+Rahmen+von+Infektionsschutz-+und+Pr%C3%A4ventions%C2%ADma%C3%9Fnahmen

- https://www.rki.de/DE/Home/Kurznodes/neuigkeiten-und-presse-node_kurz.html

- Hinweis: Keine eindeutige Primärquelle im Artikel. PubMed-Suchlink zur redaktionellen Prüfung ergänzt. Nur Hersteller-Pressemitteilung verfügbar (Sekundärquelle).